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Folgender Artikel über die Anders und Seim neue Medien Aktiengesellschaft erschien in der Frankfurter Rundschau vom 18.09.2001: Singende Prominente, Weihnachtsmänner und Fische im AquariumLangener Software-Firma bietet erfolgreich Dienstleistungen an und liefert Pausenfüller für den Schirm Von Renate Haller Angefangen haben Götz Anders und Markus Seim vor fünf Jahren mit maßgeschneiderter Software. Heute liefert ihre Aktiengesellschaft Anders + Seim in Langen Dienstleistungen aller Art rund um die Neuen Medien. Bekannt geworden ist das Unternehmen vor allem mit der Internetadresse www. bildschirmschoner.de. Rund 1,7 Millionen Besucher schauen dort monatlich vorbei, immer auf der Suche nach dem neuesten Pausenfüller. LANGEN. Ein Dachzimmer war ihr erstes Büro. Götz Anders und Markus Seim hatten gerade ihr Informatik-Diplom in der Tasche und beschlossen, sich selbstständig zu machen. Sie stellten ihre Schreibtische und Computer aus Studientagen auf, installierten ein Telefon und das war es dann auch schon. "Wir haben erst einmal nichts investiert", erinnert sich Seim. Einen Kredit von 20 000 Mark haben sie aufgenommen, um bis zum ersten Honorar leben zu können. Wo das her kommen sollte, wussten die beiden allerdings nicht. "Wir saßen da und dachten: Und jetzt? Wo kriegen wir einen Kunden her?" Über private Kontakte der Marke "ein Freund von einem Freund kennt einen" ging es schließlich los. Markus Seim war 28 Jahre alt, Götz Anders 27. Der erste Kunde war die American Express Bank. "Ein netter Einstieg", erzählt Anders schmunzelnd. Es folgte die Fraport, die damals noch unter dem Namen Flughafen Frankfurt Main AG firmierte und zu dieser Zeit eine Software brauchte, um nach einem Korruptionsskandal ihre Ausschreibungen transparenter machen zu können. Und dann kam der erste Auftrag für einen Bildschirmschoner. Die beiden hatten nur eine grobe Vorstellung davon, wie so ein bunter Pausenfüller gemacht wird. Heute wissen sie es ganz genau. Zum Angebot ihres Unternehmens gehört die Internetseite www.bildschirmschoner.de. Seit 1997 bietet bildschirmschoner.de seine Produkte zum kostenlos Herunterladen im Internet an. Mit mehr als 350 Bildschirmschonern und bis zu einer Million Downloads im Monat gehört es zu den meistfrequentiertesten Angeboten im deutschsprachigen Netz. Rund 1,7 Millionen Besucher, so Seim, schauen monatlich dort vorbei und informieren sich über die neuesten Trends. Schwimmende Fische im Aquarium, singende Prominente, kletternde Osterhasen und schlittenfahrende Weihnachtsmänner - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das Weihnachtsspiel des vergangenen Jahres sei innerhalb von vier Wochen 150 000 Mal herunter geladen worden, sagt Seim. Das neueste Produkt ist seit August im Internet abrufbar: Eine Bildschirmschonerrallye der Firma Mann Filter verspricht rasante Pausen am PC. Nicht alle Schoner, die die kleine Firma für ihre Kunden produziert, werden im Internet präsentiert. "Sie müssen schon bestimmte Qualitätsmerkmale aufweisen", erklärt Monika Fingerhut, zuständig für die redaktionelle Betreuung der Seite. Geachtet werde sowohl auf eine hochwertige Grafik als auch auf einfaches Handling und die besondere Idee. Die Bildschirmschoner machen heute etwa die Hälfte der Unternehmensaktivitäten aus, sagt Markus Seim, neben Götz Anders Vorstandsmitglied der Anders + Seim Neue Medien AG. Das Unternehmen biete die komplette Bandbreite von Dienstleistungen rund um die Neuen Medien. Internetauftritte, Konzeption und Gestaltung der Nutzeroberfläche gehören ebenso dazu wie Programmierung, strategische Beratung und Vermarktung des Kundenangebots. Die Arbeit mit dem Internet sei so umfangreich geworden, dass sie die individuelle Software aus dem Angebot genommen haben. Mit der Gründung der Aktiengesellschaft vor gut einem Jahr haben Anders und Seim ihr Unternehmen in fünf Bereiche gegliedert. AS Informatik ist zuständig für die technische Realisierung, AS Interactive kümmert sich um die Gestaltungen, AS New Media Consult liefert den Kunden Strategie und Konzeption, AS New Media Advertising besorgt Online-Mediaplanung und -Schaltung und AS New Media Publishing schließlich ist zuständig für das Verlegen interaktiver Publikationen im Internet. Bearbeitet werden die fünf Bereiche von insgesamt elf Festangestellten, seit August zwei Auszubildenden für Mediengestaltung und nach Bedarf freien Mitarbeitern. "Wir haben eine Struktur gewählt, in die wir reinwachsen können", sagt Seim. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen zwei Millionen Mark Umsatz erzielt. Ein quantitatives Ziel für dieses Jahr nennt Seim nicht. "Angesichts der Lage in der Branche wollen wir einfach nur gut bestehen", sagt er. Was ihnen bislang beim Überleben geholfen habe, sei ihre Art der Unternehmensführung. "Wir arbeiten noch so wie vor fünf Jahren. Wir machen kleine Schritte und laufen nicht jedem Trend hinterher."
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